Modular adaptierbare Hybridkieselgele

Hybridkieselgele

Synthetisch sind die Hybridkieselgele über Siloxan-Bindungen miteinander verknüpft. Der anorganische Teil besteht aus ein bis drei Siloxy-Funktionen und dient dem organischen Teil als Trägermaterial. Über den organischen Teil werden die Porengröße sowie Lage und Form der Gitterstruktur bestimmt und es erfolgt eine Anpassung an verschiedene Wirkstoffe und Wirkstoffgruppierungen. Dieser Bereich des Hybridmaterials besitzt die Fähigkeit, über kovalente Bindungen als Kopplungspartner für die Stressoren zu fungieren.

Die verwendeten Hybridkieselgele werden über unterschiedliche Wege innerhalb des sogenannten Sol-Gel-Prozesses hergestellt. Dabei bildet sich über Hydrolyse und Kondensation ein dreidimensionales Netzwerk aus. Das erhaltene strukturierte Hybridmaterial ist in der Lage, die organischen Rückstände im aquatischen Umfeld durch eine chemische Reaktion im wässrigen Milieu bei unterschiedlichen pH-Wert-Einflüssen irreversibel zu fixieren.

ESEM-Aufnahmen verschiedener Hybridkieselgele (Maßstäbe: links 30 µm, rechts 10 µm).

ESEM-Aufnahmen verschiedener Hybridkieselgele (Maßstäbe: links 30 µm, rechts 10 µm).