Wasser 3.0 – FAQ

Wenn man Wasser 3.0 mit den Verfahren Aktivkohle oder/und Ozonierung vergleicht, die seit mehreren Jahren halbwirtschaftlich getestet werden, wie schneidet Wasser 3.0 da ab?

Hybridkieselgele sind in ihrer Grundform nichts anderes als eine chemische Verbindung basierend auf Silizium, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff und somit eine auf natürliche Bestandteile zurückzuführende Verbindung, die auch wieder in die natürlichen Bestandteile zerlegt werden kann.

Hybridkieselgele reagieren in eine Richtung, aus Edukten wird ein (!!) nicht-toxisches Produkt. Es gibt keine Rückreaktion. Bei Aktivkohle zum Beispiel gibt es immer zur herausgestellten Adsorption, die meist in den Studien vernachlässigte Desorption von unerwünschten Stoffen, ebenso Konkurrenzreaktionen zwischen unterschiedlich mobilen organisch-chemischen Stoffen. Diese werden bei den Hybridkieselgelen ausgeschlossen, da sie nach dem Funktions-Click-Prinzip reagieren. Hierbei geben wir dem Hybridkieselgel Informationen mit auf dem Weg, um die Reaktivität gegenüber Schadstoffen zu steuern.

Bei der Ozonierung entstehen in einem durch Radikale (Ozon-basiert) initiierten Prozess ebenfalls unerwünschte und vor allem nicht vorhersehbare Abbauprodukte der organisch-chemischen Stressoren innerhalb des Wasserreinigungsschritts. Ozonierung ist weder reproduzierbar, noch kann ausgeschlossen werden, dass diese Nebenprodukte noch toxischer sind, als der unerwünschte Stressor im Abwasser. Weiterhin ist die Ozonierung ein Energiefresser. Eine klimaneutrale Fahrweise der Ozonierungsanlagen ist nach jetzigem Stand der Technik nahezu ausgeschlossen.

Bei Hybridkieselgelen arbeiten wir mit einfachen regulierbaren und vor allem reproduzierbaren Prozessen. Es werden u.a. in Kondensationsreaktionen kovalente Bindungen geknüpft, oder durch Addition das thermodynamische Gleichgewicht verschoben und somit wird ein stabileres, nicht toxisches Produkt enthalten.

Zusätzlich können unsere Hybridkieselgele an die Umweltverschmutzung angepasst werden. Diese Möglichkeit schafft adaptierbare Systeme, die sich nach der Wasserbeschaffenheit richten. Wir folgen nicht dem Motto: „Viel hilft viel“, sprich je mehr ich zu einem komplexen Abwassergemisch an Reinigungsmittel hinzugebe, desto sauberer ist das Wasser. Von Beginn an arbeiten wir in unserem Verfahren unter Beachtung der Nachhaltigkeitskriterien. Dazu gehört neben effizienter Fahrweise der Anlage auch die Ressourcenschonung im Hinblick auf den Einsatz unserer Materialien.

Unsere Materialien können ohne großen organisatorischen und baulichen Aufwand an die letzte Reinigungsstufe der Kläranlage angeschlossen werden und bringen damit geringe bauliche Kosten und vor allem, was teilweise wichtiger ist, einen geringen Platzbedarf mit sich.

Betrachtet man die Anfangskosten, ist Hybridkieselgel teurer als die derzeit zur Filterung von Schadstoffen aus dem Wasser verwendete Aktivkohle. Das liegt daran, dass das Gel in einem chemischen Herstellungsprozess synthetisiert wird. Die Aktivkohle dagegen wird aus fernen Regionen importiert und in Frachtern über die Weltmeere transportiert – was finanziell günstiger, aber wiederum nicht umweltfreundlich ist. Bei Aktivkohle benötigt man zwischen zehn und 30 Milligramm pro Liter Abwasser zur Säuberung, bei Hybridkieselgel dagegen nur ein bis fünf Milligramm pro Liter. Das ist wesentlich effizienter und ressourcenschonender.

Wenn Wasser 3.0 in allen Prozessen eingesetzt werden würde, wo Wasser verschmutzt vorliegt und gereinigt werden muss, würden aufgrund der Nachfrage die Herstellungskosten sinken. Das würde in letzter Konsequenz dazu führen, dass der Einfluss auf die Abwassergebühren gering, jedoch der Mehrwert für die Umwelt wesentlich höher wäre.

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