Entfernung von per- und polyfluorierten Chemikalien

Entfernung von PFCs

In Fachliteratur und Presse wird seit der Jahrhundertwende verstärkt über Umweltverschmutzung mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFCs) durch Industrieabwässer, Feuerlöscheinsätze und kontaminierte Klärschlämme berichtet. Durch ihren anthropogenen Ursprung existieren keine natürlichen Abbaureaktionen der als persistent, bioakkumulativ und toxisch eingestuften Verbindungen.

Zur Sanierung der in Deutschland betroffenen Flächen und Gewässer werden überwiegend auf Aktivkohle basierende Adsorptionsmethoden verwendet. Die Nachteile von Aktivkohle bestehen jedoch in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber der Adsorption von PFCs. Die Mobilität der PFCs in Wasser, das eine Konkurrenzreaktion zwischen den im Wasser gelösten anthropogenen Stressoren und nicht toxischen Verbindungen, sowie unterschiedlichen Adsorptionsfähigkeiten der PFCs auf der Oberfläche beflügelt, lässt die Adsorptionsfähigkeit sinken und damit auch die Effizienz der bestehenden Verfahren. Auch die Ionenaustauschereinsätze haben bisher nicht die gewünschten Werte für eine wirtschaftliche PFCs-Reduktion hervorgebracht. Hinzu kommt, dass die ohnehin teuren Regenerationsmaßnahmen für Ionenaustauscher (man braucht i.d.R. große Mengen Lösungsmittel) ineffizient und unwirtschaftlich sind.

Wasser 3.0 arbeitet bei der Entfernung von PFCs aus belasteten Gebieten und industriellen Abwässern an reaktiven Silyl-basierten Vorstufen. Diese und das Wissen über das Verhalten von Fluor-organischen Verbindungen in Wasser bilden die Forschungsgrundlage für unsere Arbeiten im Projekt RE-Fluor-X.