Materialwissenschaftlicher Ansatz

In unseren (Ab-)Wässern befinden sich viele verschiedene Stressoren, die über verschiedenste Eintragspfade (Haushalt, Industrie, Landwirtschaft) ihren Weg in unsere Abwässer und Gewässer (Oberflächen-, Grund-, Sicker- und Trinkwasser) finden. Um diese Verunreinigungen zu entfernen, ist es sehr wichtig zu wissen, welche Stressoren in welchen Konzentrationen im Abwasser vorhanden sind. Auf Basis dieser Erkenntnisse können spezifische Eliminationsstrategien sowohl für die jeweiligen Substanzen, als auch für die zugehörigen Standortfaktoren getroffen werden.

Durch den Einsatz funktionalisierter Hybridkieselgele kann Wasser 3.0 flexibel auf die spezifischen Anforderungen des Abwassers reagieren, um am Ende sauberes Wasser zu erhalten.

Vom Konzept zum Produkt

Wasser 3.0 basiert auf einem materialwissenschaftlichen Ansatz zur Lösung variabler Verschmutzungsprobleme. Variabel bedeutet hier, dass sich die Zusammensetzung der Verschmutzungsparameter und somit die Konzentration der Spurenstoffe im Gewässer verändern kann. Es ist das erste Verfahren, welches für die Abwassersanierung und Trinkwasseraufbereitung modular adaptierbare Hybridkieselgele als Fixierungsmaterialien für Stressoren bereitstellt. Bei Wasser 3.0 rücken die funktionellen Gruppen der Stressoren und deren Reaktivitäten gegenüber anorganisch-organisch strukturierten Materialien in den Vordergrund. Dieses Prinzip wird mit Funktionsdesign beschrieben.

Die modularen Hybridmaterialien bestehen aus einem anorganischen und einem organischen Teil und können als singuläre Lösung oder als Kombination verschiedenartiger Hybridkomponenten und z. B. Aktivkohle verwendet werden.