Wassermangel

Seit dem Jahr 2000 ist die Weltbevölkerung um mehr als 1 Milliarde Menschen auf derzeit 7,3 Milliarden Menschen angewachsen. Im gleichen Zeitraum ist der globale Wasserbedarf um etwa 20 Prozent gestiegen. Die Situation wird durch den bis zum Jahr 2050 prognostizierten weiteren Anstieg des globalen Wasserbedarfes um zusätzliche 55 Prozent und die damit einhergehenden zunehmenden Nutzungskonflikte verschärft.

Die Übernutzung der globalen Wasserressourcen prägt bereits heute das Erscheinungsbild der Erde. Der Wassermangel hat dabei nicht nur Folgen für den einzelnen Menschen, die Ökosysteme und die wirtschaftliche Entwicklung. Unzureichende Basisversorgung mit Wasser ist zusätzlich auch ein Faktor, der die Stabilität politischer Systeme schwächen kann. Für das Jahr 2050 wird erwartet, dass 40 Prozent der Weltbevölkerung in Gebieten mit Wasserstress lebt.

Intakte Ökosysteme

Intakte Ökosysteme stellen Rückzugsräume für Mensch und Natur dar und garantieren die langfristige Verfügbarkeit von Wasser. Die Wertschätzung von Ökosystemleistungen sowie die Methoden zur Ermittlung des Wasserbedarfs von Ökosystemen unterlagen in jüngerer Zeit einem erheblichen Wandel. Eine methodisch konsistente, aktuelle und umfassende Zustandsbeschreibung der globalen Wasserressourcen und der damit verbundenen Ökosysteme ist daher eine zentrale Voraussetzung für fundierte regionale und globale Zielsetzungen. Ohne eine gesicherte Wasserversorgung und eine effiziente Abwasserentsorgung sind eine erfolgreiche Armutsbekämpfung, gesellschaftlicher Wohlstand, gesundes Wirtschaftswachstum und effizienter Umweltschutz nicht möglich.

Wasserknappheit und Mangel an sanitärer Grundversorgung

Dennoch sehen sich nach wie vor ca. 1,2 Milliarden Menschen weltweit von extremer Wasserknappheit bedroht und rund 748 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als doppelt so hoch ist mit 2,5 Milliarden jedoch die Zahl derjenigen, die ohne sanitäre Grundversorgung leben müssen, d. h. sie haben weder eine Toilette, noch einen Anschluss an die Abwasserentsorgung. Die Folgen, die sich hieraus für die betroffenen Menschen selbst, aber auch für die ökonomische und ökologische Entwicklung ihrer Heimatländer ergeben, gleichen einer „stillen Tragödie“.

Besonders betroffen sind hiervon Städte in den so genannten Entwicklungsländern, da hier auf verhältnismäßig engem Raum sowohl der Wasserverbrauch, als auch der Verschmutzungsgrad desselben bzw. die anfallende Abwassermenge besonders hoch sind. Häufig fehlen adäquate Infrastrukturen zur Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung, sodass den Bewohnern dieser Städte zumeist nur noch schmutziges Wasser zur Verfügung steht. Dies legt die Vermutung nahe, dass eine zuverlässige Trinkwasserversorgung nur im Zusammenspiel mit einer effizienten Abwasserentsorgung verwirklicht werden kann.

Wasserverschmutzung

Problem: Wasserverschmutzung

Aktuell in den Medien sehr präsent ist die Belastung des Wassers durch Medikamente, Nitrat und Mikroplastik. Welche Herausforderungen gab es bis heute, gibt es aktuell und wird es zukünftig geben, wenn es darum geht, für sauberes Wasser zu sorgen?

Bisher waren es hauptsächlich noch nicht ausreichende analytische Methoden, die uns wenig bis gar nichts über die tatsächlichen Belastungsgrade sagten. Mit dem Ausbau der kommunalen Kläranlagen auf drei Stufen (mechanisch, biologisch und chemisch), dachte man, dass man den Schadstoffen Herr werden könnte. Doch wie sich heute zeigt, gibt es viel mehr Faktoren, die zu beachten sind. Die verbesserte Analytik beweist es. Es sind nicht nur die vermeidlich hohen Konzentrationen (z. B. Phosphate), die in der Kläranlage entfernt werden müssen, um die Eutrophierung (Umkippen der Gewässer) einzudämmen, sondern die Spurenstoffe, die Kleinstmengen, die uns mehr und mehr Probleme bereiten, weil sie oftmals giftiger und gefährlicher sind.

Aktuell sieht es so aus, dass in den meisten Industrieländern kaum Wasserknappheit besteht, die Hygienebedingungen hervorragend sind und die Industrien im Bereich der Wassereinsparung und Wasserreinigung das machen, was der Staat ihnen auferlegt. Eine Selbstverpflichtung, die Umwelt zu schützen, gibt es kaum und es sieht auch nicht so aus, als ob der Staat an dieser Schraube in den nächsten zehn Jahren drehen wird. Es sei denn, die Belastungen nehmen weiter so zu, dass die Auswirkungen auf das Ökosystem den Menschen erreichen. In den Entwicklungsländern dieser Welt sieht dies ganz anders aus, doch hier kommt immer wieder das „aber“ mit ins Spiel, welches ein Handeln so stark verlangsamt, dass die Menschen darunter leiden.

Beispiel: Mikroplastik

Bei dem Thema Mikroplastik haben wir innerhalb der F&E Arbeiten von Wasser 3.0 eine Lösung entwickelt, die bereits im Labormaßstab sowie semi-kontinuierlich sehr gut funktioniert und in einem neuen Verfahren schnell eine Lösung des Mikroplastik-Problems darstellen könnte, wenn die Geldgeber mitspielen.

Gerade beim Waschen von Kleidungsstücken aus künstlichen Materialien werden Fasern aus dem Gewebe gelöst und gelangen so über die Kläranlage in den Wasserkreislauf und kommen somit auch sehr schnell wieder bei uns an.

Wir von Wasser 3.0 arbeiten in unserem Verfahren nicht mit Standardfiltertechniken, da wir der Meinung sind, dass es nicht um Filtration, sondern um Eliminierung geht. Die Filtertechniken haben für die Kleinstbestandteile eindeutig bekannte limitierende Faktoren, sodass die Partikel passieren können.

Für uns zählt auch die ganzheitliche Lösung. Dies bedeutet konkret, dass wir, wenn wir unser Verfahren nun hoffentlich bald mit unseren Partnern umsetzen können, nicht nur die Mikroplastikpartikel eliminieren möchten, sondern uns in einer Kombination gleich mehreren Stressoren widmen. Der Ansatz ist ganz einfach: Mit guter Chemie und einem aussichtsreichen Verfahren kann in jedem Prozess, egal ob kommunale Kläranlage (vierte Reinigungsstufe) oder in einem industriellen Produktionsprozess, das Wasser gereinigt werden und zwar so, dass es beim Verlassen der Anlage das Ökosystem nicht stört. Aus diesem Grund beleuchten wir den Prozess der Reinigung von A bis Z. Ganzheitlichkeit und Weitblick in allen Bereichen macht Wasser 3.0 aus!