Fakten – Fakten – Fakten

Bei Wasser 3.0 gibt es auch im Blog hin und wieder ein paar Fakten rund ums Thema Wasser, die wir aufgreifen, um die Vielfältigkeit zu zeigen, die dieses Molekül besitzt.
Die Reise beginnt und ihr seid dabei.

 

” Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.
(Thales von Milet)

Auf der Erde befinden sich ca. 1,4 Milliarden Kubikmeter Wasser, trotzdem ist Wassermangel ist allgegenwärtig.

Das Gesamtvolumen des Wassers auf der Welt verändert sich nicht. Doch nur 2,5 Prozent des Wassers weltweit sind Süßwasser.

Von diesem Süßwasser wiederum können mehr als zwei Drittel nicht von Menschen verbraucht werden. 69,5 Prozent des Süßwassers sind in Permafrostböden, Gletschern etc. gebunden und somit nicht zugänglich. Weiterhin sind etwa 30,1 Prozent des Wassers, Grundwasser und somit nicht direkt zugänglich, aber grundsätzlich von Menschen nutzbar.0,4 Prozent des Süßwassers sind Oberflächenwasser und somit direkt zugänglich.

Fakten zur Trinkwasserverfügbarkeit:

  1. Mindestens elf Prozent der Weltbevölkerung (780 Millionen) haben keinen Zugang zu einer verbesserten Trinkwasserquelle. Oft müssen die Menschen sehr weite Wege zurücklegen, um Wasser zu holen, dies gilt vor allem für Frauen/Kinder.
  2. Schlechter Trinkwasserverfügbarkeit steht in direktem Zusammenhang zu Einkommen sowie Bildungsstandard der Kinder.
  3. Schlechte Wasserqualität führt folglich zu Krankheiten: jedes Jahr sterben über zwei Mio. Kinder an den Folgen.
  4. Zehn Prozent der Erkrankungen könnten durch verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung verhindert werden

Eine sogenannte verbesserte Trinkwasserquelle ist vor Verschmutzung von außen geschützt, vor allem vor der Kontaminierung durch Fäkalbakterien. Dies kann zum Beispiel eine Handpumpe sein, eine Regenwasserzisterne oder eine eigene Leitung.

  1. Laut Schätzungen des UN-Berichts zu den Millennium-Entwicklungszielen hatten im Jahr 2010, 89 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu einer verbesserten Trinkwasserquelle.
  2. Elf Prozent der Menschen auf der Welt müssen also auf verschmutztes Wasser zurückgreifen oder weite Strecken in Kauf nehmen, um an Trinkwasser zu kommen.

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Die Wasserkrise schreitet unaufhaltsam voran.

Die meisten Betroffenen leben in ländlichen Regionen, allerdings haben die Städte, in denen die Versorgung grundsätzlich besser ist, durch das hohe Bevölkerungswachstum immer größere Probleme, ein zuverlässiges Wassernetz bereitzustellen. Vor allem in Slumgebieten ist die Wasserversorgung meist katastrophal.

Die fehlende Wasser- und Sanitärversorgung hat verheerende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Entwicklung sowie auf die Wirtschaft. An Durchfall sterben mehr Kinder als an Tuberkulose, Malaria und HIV/Aids zusammen.

Alle 20 Sekunden stirbt weltweit ein Kind an den Folgen von verschmutztem Wasser und mangelnder Hygiene.

Das Einkommen und der Lebensstandard von Familien, die Zugang zu einer Wasserquelle in der Nähe haben, steigen häufig an. Das liegt daran, dass die Frauen nicht mehr stundenlang mit Wasserholen beschäftigt sind. Sie können die Zeit anderweitig nutzen und so zu einem höheren Einkommen beitragen. Auch gehen die Kinder häufiger zur Schule, weil sie nicht mehr so viel Zeit mit Wasserholen verbringen und zusätzlich Krankheiten wie Durchfall seltener werden, wenn sauberes Wasser zur Verfügung steht.

Der Wasserverbrauch der Industrie – und Schwellenländer ist sehr hoch.

Er steigt besonders stark bei den wachsenden Wirtschaftsmächten des Südens. Zunehmend nähert sich der Lebensstil der neuen Mittelklasse in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern dem im Westen an. Vor allem die Wassermenge, die durch den hohen Konsum von weiterverarbeiteten und veredelten Produkten wie Fleisch, Kleidungsstücke und Elektrogeräte benötigt wird, ist deutlicher höher als der durchschnittliche Verbrauch in den Ländern des Südens.  Der Wasserverbrauch steigt auch global: Der exzessive Gebrauch, aber auch die Verschmutzung von Wasser, sind ein echtes Problem. Die Nutzung von Grundwasser hat sich innerhalb der letzten 50 Jahre mindestens verdreifacht und der Verbrauch steigt weiter um 1- 2 Prozent pro Jahr an. Grundwasservorkommen sind allerdings nicht unbedingt erneuerbar. Eine so enorme Ausbeutung dieser Ressourcen kann zu ihrem Verschwinden führen.

Ein zusätzlicher Faktor, der diesen Trend verstärkt ist, das Bevölkerungswachstum: Es führt dazu, dass mehr Wasser verbraucht, mehr Nahrung benötigt und insgesamt mehr konsumiert wird. Besonders durch nicht nachhaltige Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft und hohen Wasserverbrauch in der Industrie werden die natürlichen Ressourcen überstrapaziert.

Die Landwirtschaft ist der Sektor mit dem höchsten Wasserkonsum. Problematisch ist, dass Bewässerung oft ineffizient eingesetzt wird. Um auch in Zukunft genügend Nahrungsmittel produzieren zu können, müssen Wasserressourcen sparsam und gezielt eingesetzt werden. Das ist besonders wichtig, um auch nachhaltig genug Wasser zur Verfügung zu haben.

Die Schädigung des Ökosystems führt dazu, dass weniger Wasser von guter Qualität zur Verfügung steht. Eingriffe in das Ökosystem geschehen durch intensive Landwirtschaft, Verstädterung, Begradigen von Flussläufen, Aufstauen von Seen und Füssen, Abholzen von Wäldern und Freisetzung von Treibhausgasen durch die unterschiedlichsten Formen der Energiegewinnung.

Wasserverschmutzung: Ein weiteres Problem betrifft die Qualität des Wassers:

Durch die Industrie gelangen oft Schadstoffe ins Wasser. Vor allem in Ländern mit wenig Kontrolle durch die Behörden und viel Korruption wird das Abwasser von Fabriken oft ungefiltert in Flüsse und Seen geleitet.

Die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide und Düngemittel tragen wesentlich zur Wasserverschmutzung bei.

Ein weiteres Problem ist vielerorts die fehlende Abwasserentsorgung. Abwässer und Fäkalien werden nicht abgeleitet, sondern fließen oft ungeschützt ab, wodurch das Wasser, welches die Menschen zum Waschen, Kochen und Trinken nutzen, verunreinigt wird. Dies hat verheerende Folgen für die Gesundheit.

Verteilungsprobleme: Global ist (rein rechnerisch) eigentlich genug Wasser auf der Erde vorhanden, damit jeder Mensch seine Grundbedürfnisse befriedigen kann.

Das Problem ist eine ungerechte Verteilung.

Auch wenn es in einer Region theoretisch genug Trinkwasser gibt, heißt das nicht, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Oftmals mangelt es an der nötigen Infrastruktur, die  das Wasser auch zu armen und marginalisierten Teilen der Gesellschaft bringt. Teilweise ist Wasser so teuer, dass sich nur die Reichen genug Wasser leisten können. In Regionen, in denen Konflikte herrschen, wird der Zugang zu Wasser als Machtmittel genutzt. So ist beispielsweise ein Großteil der Wasserquellen im Westjordanland unter israelischer Kontrolle, der palästinensischen Bevölkerung wird nur ein kleiner Anteil des Wassers zugestanden.

Per Definition versteht man unter Wasserverbrauch: Im gewerblichen Sinn der bei der Nutzung verbrauchte Anteil des Wassers, der nicht als Kühlwasser oder Abwasser abgeleitet wird, der also im Produkt verbleibt, verdunstet oder auf anderem Weg das Leitungssystem verlässt.

In einer umfassenderen Definition des Begriffes werden neben dem gewerblichen oder kommunalen Verbrauch auch die Menge des durch Pflanzen aufgenommenen und entweder transpirierten oder direkt zum Aufbau des Pflanzengewebes verbrauchten Oberflächen- und Grundwassers sowie das von der Anbaufläche verdunstete Wasser in Volumeneinheiten pro Flächeneinheit berücksichtigt.

Welche Rolle spielt „Virtuelles Wasser“ in der Nachhaltigkeitsdiskussion?

Der Begriff “virtuelles Wasser” beschreibt, welche Menge Wasser zur Herstellung eines Produktes – egal ob industriell oder landwirtschaftlich – verbraucht wurde.

Oder kurzgesagt: „Virtuelles Wasser“ ist das Wasser, welches zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird. Tony Allan – „Erfinder des Begriffs Virtuelles Wassers“ / Studie „Water Footprints of Nations“ (2004)

Ein Bespiel zum Einstieg: Zur Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch werden etwa 16.000 Liter Wasser verbraucht. Berechnet wird neben dem Wasser zum Tränken der Tiere beispielweise auch das Wasser, das beim Anbau der Futtermittel für die Rinder verbraucht wird.

Was bedeutet das genau? Wie steht es um die Wassernutzung in Deutschland pro Einwohner und Tag?

Schaut man mal den durchschnittlichen Verbrauch der Deutschen bezogen auf den pro Tag knapp an, so liegen wir bei ca. 4000 Liter Wasser.

Dies stellt einen gewaltigen Unterschied zu den 125 Litern “sichtbares” Wasser, welches für den täglichen Bedarf wie Hygiene, Kochen, usw. anfällt.

Ein Beispiel: Baumwolle

Die wichtigsten Anbauländer für Baumwolle sind China, Indien, USA, Pakistan, Brasilien, Usbekistan, Türkei und Ägypten. Im weltweiten Durchschnitt werden für die Produktion von 1 kg Baumwolle rund 11.000 l Wasser benötigt.

Ein großer Teil der in Deutschland getragenen Baumwolle kommt aus Indien, wo für 1 kg Baumwolle sogar mehr als 23.000 l Wasser eingesetzt werden. Weltweit werden für die Baumwollproduktion jährlich 256 Kubikkilometer Wasser benötigt – eine Menge, die ausreichen würde, um jeden Erdenbürger pro Tag mit 120 l Frischwasser zu versorgen.

Empfehlung für den Einkauf

  1. Textilien länger nutzen. Je höher die Lebensdauer, desto günstiger die Ökobilanz. Achten Sie auf gute Qualität.
  2. Abgelegte Kleidung kann man verschenken, verkaufen oder tauschen. Umgekehrt findet man in Second-Hand-Läden manches hochwertige Textil zu einem günstigen Preis.
  3. Hanf und Leinen bieten als Faserpflanzen für Oberbekleidung umweltschonende Alternativen, denn für die Produktion von einem kg dieser Textilien wird nur etwa ein Viertel der Wassermenge benötigt (2.500 l) wie bei Baumwolle (11.000 l). In unseren Breiten reicht dafür das Niederschlagswasser. Das Grundwasser wird geschont.
  4. Kunstfasern sparen zwar ebenfalls Wasser, sind aber biologisch nur schwer abbaubar und belasten die Umwelt bei der Entsorgung, da kommt dann das Mikroplastik-Thema auf uns zu.

Ein Video
des Projekts:

Wie funktioniert eine Kläranlage?

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