Weltweite Wasserkrise und weiter?

Die meisten Betroffenen der Wasserkrise leben in ländlichen Regionen, allerdings haben die Städte, in denen die Versorgung grundsätzlich besser ist, durch das hohe Bevölkerungswachstum immer größere Probleme, ein zuverlässiges Wassernetz bereitzustellen. Vor allem in Slumgebieten ist die Wasserversorgung meist katastrophal.

Die fehlende Wasser- und Sanitärversorgung hat verheerende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Entwicklung sowie auf die Wirtschaft. An Durchfall sterben mehr Kinder als an Tuberkulose, Malaria und HIV/Aids zusammen.

Das Einkommen und der Lebensstandard von Familien, die Zugang zu einer Wasserquelle in der Nähe haben, steigen häufig an. Das liegt daran, dass die Frauen nicht mehr stundenlang mit Wasserholen beschäftigt sind. Sie können die Zeit anderweitig nutzen und so zu einem höheren Einkommen beitragen. Auch gehen die Kinder häufiger zur Schule, weil sie nicht mehr so viel Zeit mit Wasserholen verbringen und zusätzlich Krankheiten wie Durchfall seltener werden, wenn sauberes Wasser zur Verfügung steht.

Der Wasserverbrauch der Industrie – und Schwellenländer ist sehr hoch. Er steigt besonders stark bei den wachsenden Wirtschaftsmächten des Südens. Zunehmend nähert sich der Lebensstil der neuen Mittelklasse in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern dem im Westen an. Vor allem die Wassermenge, die durch den hohen Konsum von weiterverarbeiteten und veredelten Produkten wie Fleisch, Kleidungsstücke und Elektrogeräte benötigt wird, ist deutlicher höher als der durchschnittliche Verbrauch in den Ländern des Südens.  Der Wasserverbrauch steigt auch global: Der exzessive Gebrauch, aber auch die Verschmutzung von Wasser, sind ein echtes Problem. Die Nutzung von Grundwasser hat sich innerhalb der letzten 50 Jahre mindestens verdreifacht und der Verbrauch steigt weiter um 1- 2 Prozent pro Jahr an. Grundwasservorkommen sind allerdings nicht unbedingt erneuerbar. Eine so enorme Ausbeutung dieser Ressourcen kann zu ihrem Verschwinden führen.

Ein zusätzlicher Faktor, der diesen Trend verstärkt ist, das Bevölkerungswachstum: Es führt dazu, dass mehr Wasser verbraucht, mehr Nahrung benötigt und insgesamt mehr konsumiert wird. Besonders durch nicht nachhaltige Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft und hohen Wasserverbrauch in der Industrie werden die natürlichen Ressourcen überstrapaziert.

Die Landwirtschaft ist der Sektor mit dem höchsten Wasserkonsum. Problematisch ist, dass Bewässerung oft ineffizient eingesetzt wird. Um auch in Zukunft genügend Nahrungsmittel produzieren zu können, müssen Wasserressourcen sparsam und gezielt eingesetzt werden. Das ist besonders wichtig, um auch nachhaltig genug Wasser zur Verfügung zu haben.

Die Schädigung des Ökosystems führt dazu, dass weniger Wasser von guter Qualität zur Verfügung steht. Eingriffe in das Ökosystem geschehen durch intensive Landwirtschaft, Verstädterung, Begradigen von Flussläufen, Aufstauen von Seen und Füssen, Abholzen von Wäldern und Freisetzung von Treibhausgasen durch die unterschiedlichsten Formen der Energiegewinnung.

Das Resultat ist stetig ansteigende Wasserverschmutzung: Die Qualität des Wassers sinkt.

Wie das sich auf uns auswirkt und was wie es weitergeht, gibt’s im nächsten Blog.

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