Citizen Science: Mikroplastik Mapping mit Schulen und Bürger:innen

Wir kartieren Mikroplastik in Flüssen und Seen. Schulklassen und Privatpersonen nehmen die Proben, Wasser 3.0 analysiert sie. Alle Ergebnisse veröffentlichen wir in der Global Map of Microplastics.

Ganze Flüsse statt Einzelproben

Wir führen keine Einzelbeprobungen an Gewässerm mehr durch. Eine einzelne Probe zeigt nur einen Ort zu einem Zeitpunkt. Erst viele Proben entlang eines ganzen Flusses oder Flussabschnitts, genommen nach einem einheitlichen Protokoll, zeigen, wo Mikroplastik eingetragen wird. Mit diesen Hotspots lassen sich die nächsten Schritte für den Gewässerschutz konkret planen.

Unsere Fokusgewässer

Jedes Jahr konzentrieren wir uns auf spezielle Gewässer.

2026:

  • Donau 2850: 2.850 km von Donaueschingen bis zum Schwarzen Meer
  • Neckar total: von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein
  • Neiße total: rund 256 km von Tschechien entlang der deutsch-polnischen Grenze bis zur Oder
  • Dazu Abschnittsbeprobungen an z.B. Nahe, Queich, Alb

2027 (in Planung, abhängig von der Finanzierung): Bodensee, Main-Donau-Kanal, Insel Sylt, Donauinsel Wien

Aktuelles dazu: Mikroplastik Mapping in Deutschland und Europa

Für Schulen

Ihre Klasse beprobt einen Abschnitt eines Fokusgewässers. Sie erhalten Analytik-Kit, Anleitung und Unterrichtsmaterial. Wir werten die Proben aus, und Ihre Klasse arbeitet mit den echten Messdaten. Das Projekt eignet sich für ab Klassenstufe 8, also Sekundarstufe I und II sowie für berufliche Schulen.

Kosten: Die Teilnahme ist für Schulen kostenfrei, solange Mittel aus Spenden, Sponsoring und Schulpatenschaften verfügbar sind. Einen Anspruch auf kostenfreie Teilnahme gibt es nicht.

Für Privatpersonen

Auch als Privatperson können Sie beim Mikroplastik Mapping an unseren Fokusgewässern mitmachen. Bekunden Sie Ihr Interesse mit demselben Formular.

So melden Sie Interesse an

  1. Formular zur Interessenbekundung herunterladen (PDF)
  2. Ausfüllen und an wasomi@wasserdreinull.de senden.
  3. Wir melden uns, sobald für Ihr Gewässer eine Beprobung geplant und finanziert ist.

Beprobungen möglich machen

Jede Schulbeprobung wird über Spenden, Sponsoring oder Patenschaften finanziert.

FAQ Citizen Science & Mikroplastik Mapping

Teilnahme & Fokusgewässer

Kann unsere Schule ein Gewässer vor Ort einzeln beproben lassen? Nein. Wir führen keine Einzelbeprobungen mehr durch. Eine einzelne Probe zeigt nur einen Ort zu einem Zeitpunkt. Erst viele Proben entlang eines ganzen Flusses oder Flussabschnitts zeigen, wo Mikroplastik eingetragen wird. Mit diesen Hotspots lassen sich die nächsten Schritte für den Gewässerschutz konkret planen.

Was sind Fokusgewässer? Jedes Jahr beproben wir wenige Gewässer auf ganzer Länge oder in zusammenhängenden Abschnitten. 2026 waren das die Donau, der Neckar und die Neiße. Für 2027 planen wir den Bodensee, den Main-Donau-Kanal, die Insel Sylt und die Donauinsel Wien. Ob diese Beprobungen stattfinden, hängt von der Finanzierung ab.

Unsere Schule liegt nicht an einem Fokusgewässer. Können wir trotzdem mitmachen? Schlagen Sie Ihr Gewässer im Formular zur Interessenbekundung vor. Wir prüfen jeden Vorschlag bei der Auswahl künftiger Fokusgewässer.

Können auch Privatpersonen mitmachen? Ja. Beim Mikroplastik Mapping an unseren Fokusgewässern können auch Privatpersonen Proben nehmen. Sie nutzen dasselbe Formular.

Wie melden wir Interesse an? Laden Sie das Formular zur Interessenbekundung (PDF) herunter, füllen Sie es aus und senden Sie es an wasomi@wasserdreinull.de. Die Anmeldung ist unverbindlich. Wir melden uns, sobald eine Beprobung für Ihr Gewässer geplant und finanziert ist.

Kosten & Finanzierung

Was kostet die Teilnahme für Schulen? Für Schulen ist die Teilnahme kostenfrei, solange Mittel aus Spenden, Sponsoring und Schulpatenschaften verfügbar sind. Das umfasst Analytik-Kit, Anleitung, Laboranalyse und Ergebnisbericht. Einen Anspruch auf kostenfreie Teilnahme gibt es nicht.

Was passiert, wenn keine Mittel mehr verfügbar sind? Wir setzen Ihre Interessenbekundung auf die Liste für das nächste Fokusgewässer. Alternativ kann ein Pate die Beprobung Ihrer Klasse finanzieren, zum Beispiel ein Unternehmen oder der Förderverein.

Was ist eine Schulpatenschaft? Bei der Schulpatenschaft „Kriminalfall Mikroplastik“ stattet ein Unternehmen eine Klasse mit 30 Büchern „Kriminalfall Mikroplastik“ und 2 Analytik-Kits aus. Ein Paket kostet 1.250 €. Details stehen in der Infobroschüre (PDF).

Wie kann ich Beprobungen für Schulen unterstützen? Mit einer Spende, einer Schulpatenschaft oder als Sponsor über unser Kontaktformular. Wasser 3.0 ist als gemeinnützig anerkannt. Für Spenden stellen wir eine Zuwendungsbestätigung aus.

Im Unterricht

Brauchen Lehrkräfte Laborvorkenntnisse? Nein. Für die Probenahme gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Laborausstattung brauchen Sie nicht. Die Laboranalyse übernimmt Wasser 3.0. Bei Fragen unterstützt Sie unser Team.

Ab welcher Klassenstufe ist das Projekt sinnvoll? Erste Projekttage zum Thema Wasser und Mikroplastik sind ab der Grundschule möglich. Probenahme und Auswertung der Daten eignen sich ab Klasse 8.

Wie viel Unterrichtszeit brauchen wir? Mindestens zwei Doppelstunden: Einführung und Probenahme. Mehr Raum für Auswertung und Präsentation der Daten bieten eine Projektwoche oder ein P-Seminar über ein Halbjahr.

In welchen Fächern lässt sich das Projekt einsetzen? Zum Beispiel in Biologie, Chemie, Geografie, NwT oder Ethik, als AG, Projektwoche, Facharbeit oder Jugend-forscht-Projekt.

Ergebnisse & Daten

Wie werden die Proben analysiert? Alle Proben eines Fokusgewässers werden nach demselben Protokoll genommen und im Labor von Wasser 3.0 mit der standardisierten Methode Wasser 3.0 detect MP-1 analysiert. So lassen sich die Werte entlang des ganzen Gewässers vergleichen.

Was passiert mit den Ergebnissen? Wir veröffentlichen alle Ergebnisse in der Global Map of Microplastics. Ihre Klasse erhält einen Ergebnisbericht und kann mit den echten Messdaten im Unterricht arbeiten.

Warum lohnt sich der Aufwand? Die Daten eines ganzen Flusses zeigen, wo Mikroplastik in das Gewässer gelangt. Diese Hotspots sind die Grundlage, um gezielt Maßnahmen gegen Einträge zu planen.

Mehr Neuigkeiten in unserem Blog