Bildungsauftrag zu Wasser ohne Mikroplastik

Bildung ist einer der wichtigen Hebel für Wasser ohne Mikroplastik.

Innerhalb unseres Bildungsbereichs WASoMi bündeln wir die Kräfte und schaffen damit multi-perspektivischen Impact und Wirkungsbeschleunigung.

Unsere zentrale Fragestellung lautet: Wie werden Kunststoffe als Alltagshelfer zum Umweltproblem und was können wir dagegen tun? Unsere dahinterliegende Überzeugung: Nur wer den Produktions-, Nutzungs- und Verwertungskreislauf von Kunststoffen kennt, kann wirklich nachhaltig handeln.

Unsere Antwort: WASoMI – Die Bildungsinitiativen von Wasser 3.0

Die Herausforderungen in Sachen sauberes Wasser und Mikroplastik sind groß. Die chemischen, physikalischen und technologischen Zusammenhänge sind komplex. Ebenso wie die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dimensionen.

Mit unserer Bildungsarbeit möchten wir Wissenslücken schließen, sodass wir wirkungsvoller gegen die Verschmutzung unseres Wassers mit Mikroplastik vorgehen können. Unser Ziel: WASser ohne Mikroplastik WASoMI (was in der afrikanischen Sprache Kisuaheli passenderweise Gelehrte*r heißt).

Nachhaltiges Handeln braucht Problembewusstsein. Fragen, warum und wie Veränderungen nötig und möglich sind, brauchen Antworten. Aber Antworten alleine reichen nicht. Es braucht Aha-Momente, die Wissen in Verstehen verwandeln und uns den inneren Antrieb geben, zu Handelnden zu werden.

Um das zu erreichen, verbinden wir in unserem Bildungsbereich das Beste aus verschiedenen Welten: Reale und virtuelle Räume, individuelles und kollektives Lernen, fundierte Wissensvermittlung und konkretes Handeln, offenes Experimentieren und spürbare Naturverbundenheit.

Bildung: Schlüsselfaktor und Hebel

Bildung ist ein Schlüsselfaktor für mehr Innovationen, höhere ethische Standards und nachhaltiges Handeln. Bildung ist ein wichtiger Hebel für Wasser ohne Mikroplastik.

In unserer Satzung haben wir uns dazu verpflichtet, unsere Gewinne sowohl in weitere Forschungsprojekten als auch Bildungsprojekte zu investieren. Unser Bildungsauftrag liegt in der Förderung von innovativer Lösungsforschung und kritischem Denken. Wir setzen uns dafür ein, dass Lernende zu verantwortungsbewusst handelnden Bürger*innen, Konsument*innen und Produzent*innen werden.

Als sehr junges Unternehmen ist unsere Bildungsarbeit derzeit möglich dank der Unterstützung und Förderung unserer Sponsor*innen und Spender*innen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Sie - unsere Bildungsprojekte sind unser gemeinsamer Erfolg!

SDG 4 der UN-Nachhaltigkeitsziele

Innerhalb unseres Bildungsbereichs WASoMi bündeln wir die Kräfte und schaffen damit multi-perspektivischen Impact und Wirkungsbeschleunigung.

Unsere zentrale Fragestellung lautet: Wie werden Kunststoffe als Alltagshelfer zum Umweltproblem und was können wir dagegen tun? Unsere dahinterliegende Überzeugung: Nur wer den Produktions-, Nutzungs- und Verwertungskreislauf von Kunststoffen kennt, kann wirklich nachhaltig handeln.

WASoMI baut didaktisch auf die WHY – HOW – WHAT – WHO – WHERE – WHEN-Analyse auf

  1. Bildung ist ein Menschenrecht. Eine hochwertige und zugängliche Bildung, wie sie auch als eines der UN-Nachhaltigkeitsziele verankert ist, ist der Schlüssel für individuelle Chancen, Grundlage für Innovationen und Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung der Erde.
  2. Wie gestalten wir eine enkeltaugliche Welt? Fundiertes Wissen ebenso wie systemisches und kritisches Denken und das Gefühl von Selbstwirksamkeit sind entscheidende, erst gemeinsam Wirkung erzeugende, Faktoren für wirklich nachhaltiges Handeln.
  3. Bildungsangebote, die einfache (barrierefreie) Zugänge zu den Komplexitäts- und Abstraktionsniveaus von Klima- und Umweltschutz ermöglichen, sind gefragt. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern holen Einzelne dort ab, wo sie stehen, binden sie ein, schaffen Gruppenbewusstsein, ermöglichen Selbstwirksamkeit, erzeugen Wirkung und machen Spaß.
  4. Durch solche Bildungsangebote kann der / die Einzelne seinen Impact erkennen und messen: Das Ziel ist Wirkungsbeschleunigung. Jede:r Einzelne erkennt: Mein Handeln hat Konsequenzen – nicht nur für mich, sondern auch für andere. Ich kann dazu beitragen, die Welt ein Stück zu verbessern. Genau diese Erkenntnisse sind dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen, damit auch zukünftige Generationen gut leben können.
  5. Zukunftsfähiges Handeln, entlang der gesamten Wertschöpfungskette setzt voraus, dass man die Wertschöpfungskette kennt und Prozesse versteht. Die Aneignung von diesem Wissen und Verständnis braucht qualifizierte, vertrauenswürdige und kontextualisierte Informationen mit transparenten, daten-basierten Quellen. Sinnvollerweise werden sie in der Aus-/Weiter-/Fortbildung vernetzend und sensibilisierend aufbereitet und werbe- und barrierefrei bereitgestellt.

Microlearning reduziert Komplexität und schafft Lehr-/Lernstruktur

 

Wie in unseren Bildungsprojekten zum Wasserkreislauf bookED und zur Funktionsweise einer Kläranlage NUT Caching setzen wir in unserem digital-realen Bildungsraum WASoMI methodologisch auf Microlearning. 

Microlearning ist eine Lernform "in Häppchen". Lerninhalten werden hier in kleinen Einheiten verpackt, die maximal zehn Minuten Zeit in Anspruch nehmen sollen. 

Jede Micro-Lerneinheit in unserem Bildungsraum steht für sich und deckt gleichzeitig zusammen mit anderen Einheiten ein größeres Themenfeld ab. Sie sind in den Lehrplan integrierbar und ergänzen das klassische Lernen.

Voraussetzung für erfolgreiche Microlearnings sind entsprechend aufbereitete Inhalte, d.h. möglichst heterogen differenziert, inklusiv und barrierefrei für möglichst viele Lernende zugänglich.

In unserem Bildungsraum gibt es Microlearnings in Form von Texten, Videos, Animationen und Grafiken. In Zukunft werden Inhalte auch audio-visuell abgebildet. Sie können mit Lerneinheiten, die für den Einsatz im Klassenzimmer oder Seminarraum konzipiert sind, kombiniert werden.   

Vorteile des Microlearnings

  • Flexibel: Orts- und zeitunabhängig werden z. B. unproduktive Zeiten und Wartezeiten überbrückt.
  • Alltagstauglich: Zuhause, unterwegs, in der Schule, am Arbeitsplatz - verfügbares Wissen, dann wenn es benötigt wird.
  • Kostengünstig: Einmal erstellt, für viele nutzbar.
  • Hürdenfrei: Überschaubare Einheiten für einen niedrigschwelligen Zugang.
  • Aktuell: Neue Entwicklungen werden schnell und ohne viel Aufwand integriert.
  • Individuell: Inhalte, Geschwindigkeit, Reihenfolge sind beliebig gestaltbar.

Wieso das Ganze?

  • Bei WASoMI geht es darum, die Nutzbarkeit des Bildungsraums für den schulischen Kontext mit einer interaktiven Übungsplattform zu steigern.
  • Durch diese schaffen wir unterschiedliche, individuell gestaltbare Zugänge und Perspektiven auf die enthaltenen Schwerpunktthemen Polymere, Kunststoffe, Plastik und Mikroplastik sowie unmittelbare Bezüge zum aktiven Umweltschutz.
  • Der Bildungstransfer (Alltagstauglich – Aus-/ Weiterbildung auf der Basis curricularer Standards) setzt dabei auf Synergien zweier Themenfelder, denen Schulen zunehmend Rechnung tragen müssen: Digitalisierung und ökologische Nachhaltigkeit.
  • Die aktuell formulierten Erwartungen an den digital gestützten Unterricht und häufig auch die Widerstände gegen diesen, stützen sich oftmals auf Vorstellungen basierend auf den aktuell auf dem Markt verfügbaren Bildungsmedien bzw. den Präsentationen digitaler Klassenzimmer. Vorbehalte gründen oft auf gescheiterten Innovationsversuchen der Vergangenheit.
  • Gerade akute Digitalisierungsschritte, wie die ad hoc Umstellung in Zeiten der Corona-Pandemie, bei der der Unterricht aus dem Klassenraum nach Hause verlegt wurde, stellte die Lehrer:innen vor große Herausforderungen. Diese Maßnahmen konnten weder technisch noch didaktisch vorbereitet werden und führten somit vielerorts zu Situationen, in denen Schüler:innen, aber auch Lehrer:innen und Erziehungsberechtigte überfordert waren.
  • Betrachtet man auch die Übertragbarkeit von schulischem Lernen in die weiterführenden, berufsbildenden, dualen u.ä. Bereiche, so legen neue Lehr-/Lernmedien und Übungsräume die Basis eines fundamentalen Wissenszuwachs und der Weitergabe von Handlungsoptionen für die Zukunft.
  • Gerade der Bereich des Umwelt- und Naturschutzes profitiert davon enorm und langfristig.

Weiterführende Informationen

Mehr Neuigkeiten in unserem Blog

2. Februar 2024

Mikroplastik in industriellen Abwässern

Steigende gesetzliche Regulationen für Polymere, Kunststoffe und Mikroplastik, hohe Kosten für Wasser, Abfälle, Energie, Chemikalien und die Instandhaltung von Anlagen sowie komplexe Verschmutzungsszenarien - Unternehmen, die in ihren Prozessen viel Wasser, Polymere und weitere Chemikalien einsetzen, stehen vor der Herausforderung ihr Umwelt-, Abfall- und Ressourcenmanagements neu auszurichten. Mit dem Verfahren Wasser 3.0 PE-X® steht erstmals eine adaptive Komplettlösung für ein nachhaltiges und kosteneffizientes Sustainability Upgrade für die industrielle Wasserbehandlung zur Verfügung. Der Schwerpunkt des Verfahrens, das auf Green Chemistry, low-tech Anlagen und kreislaufwirtschaftliche Prozesse setzt, liegt in der Entfernung von Mikroplastik. Bei geringen Anschaffungs- und Betriebskosten verbessern sich dabei nicht nur die Wasserqualität, sondern auch Ressourcennutzung, Abfallaufkommen und Energieverbrauch.
19. Januar 2024

Chemikalien für die Ewigkeit  – PFAS (2/2)

Per- und Polyfluoralkyl-Stoffe (PFAS) - synthetische "ewige Chemikalien" - sind zu einem erheblichen und allgegenwärtigen globalen Problem geworden. Sie haben es geschafft, in verschiedene Ökosysteme einzudringen, Wasserquellen zu kontaminieren und sich im menschlichen Körper anzureichern. Sie sind unglaublich langlebig und haben erhebliche negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Es ist wichtig, jetzt zu handeln, um die Komplexität des PFAS-Problems zu entschlüsseln und wirksame Lösungen einzuführen, um eine weitere Anreicherung in der Umwelt zu verhindern und eine gesündere Zukunft für kommende Generationen zu sichern. Teil zwei unserer PFAS-Blogserie wird sich mit den Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit PFAS und den kürzlich von der EU vorgeschlagenen Beschränkungen befassen.
8. Januar 2024

Mikroplastik in Kläranlagen

Mikroplastik und hoch viskose Oligomere (auch lösliche Polymere) können bisher nicht innerhalb der Reinigungsstufen einer Kläranlage entfernt werden. Schon alleine deswegen gelten Kläranlagen als Emittenten von Mikroplastik in die Umwelt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog.