Vision und Werte

Unsere Prinzipien und Werte in einem kleinen g

Wasser 3.0 ist eine gGmbH. Das kleine g steht für gemeinnützige GmbH und hat große Bedeutung für uns. In ihm spiegeln sich unsere Werte und Prinzipien für ein Geschäftsmodell mit People & Planet first. Wir haben sie hier zusammengetragen.

Insgesamt geht es uns um die Umsetzung der Triple-Bottom Line, also People, Planet und Profit gleichwertig zu berücksichtigen. Dabei sind die ersten beiden und nicht die sonst so häufige Gewinnmaximierung ausschlaggebend dafür, wie wir Entscheidungen treffen.

Gewinne reinvestieren wir unmittelbar und zu 100 Prozent in weitere Bildungs- und Forschungsprojekte. Dazu haben wir uns per Satzung verpflichtet.

Ein offenes Wort: Das mit den Gewinnen ist noch ein bisschen Zukunftsmusik, denn derzeit gilt es erst einmal unsere Grundfinanzierung zu sichern. Weil wir mit unserer Bildungsarbeit aber nicht auf den Zeitpunkt von Gewinnerzielung warten wollen, haben wir schon einmal losgelegt und konnten dank Spenden und Sponsoring vor Kurzem unseren digital-realen Bildungsraum WASoMI realisieren - das freut uns sehr!

Wettbewerb und Erfolg aus unserer Perspektive als Sustainability Entrepreneur

Wir arbeiten für Wasser ohne Mikroplastik und Mikroschadstoffe. Aber wie tun wir das? Und wozu? Darüber haben wir uns vor der Gründung der gGmbH ziemlich viele Gedanken gemacht, sie begleiten uns nach wie vor.

In den klassischen BWL-Büchern haben wir keine Antworten gefunden. Es sind auch recht grundsätzliche Fragen, die wir erst einmal eher philosophisch für uns erörtert haben, um jetzt mit ihrer Umsetzbarkeit zu experimentieren.

Wie gehen unsere Mission und der Markt zusammen? Was ist der Zweck unserer Technologie und Forschung? Wie wollen wir im Innen und nach Außen kommunizieren? Wie gestalten wir Kooperation und Kollaboration? Was bedeutet Geld für uns? Wann sind wir erfolgreich? 

Deswegen das kleine g; deswegen sind die UN-Nachhaltigkeitsziele der Orientierungsrahmen für so gut wie alles, was wir tun; deswegen hat unsere Forschung den Zusatz verantwortungsbewusst; deswegen engagieren wir uns für Bildung; deswegen ist uns gemeinsames Handeln für Wasser ohne Mikroplastik und Mikroschadstoffe so wichtig - jenseits von Silos und Eigeninteressen.

Beyond the paradigm shift

Mit unserem Geschäftsmodell und mit unserem Handeln im Innen und Außen verorten wir uns beyond the paradigm shift. Das bedeutet, wir tun so, als wäre die sozial-ökologische Transformation, von der so viele reden und schreiben, tatsächlich schon Realität.

Das bringt einerseits immer wieder große Ernüchterung mit sich. Viele Teile unserer Gesellschaft haben diese Transformation ja (noch) nicht gemacht. In der Wirtschaft zählt weitläufig das Paradigma von Shareholder Value, Gewinnmaximierung und Kostensenkung - unabhängig von Lippenbekenntnissen und wohlklingenden Kampagnen zu ESG und SDGs.

Andererseits setzt unser Sein beyond the paradigm shift unglaublich viel kreative und positive Energie frei. Wir können Handlungsspielräume losgelöst vom herkömmlichen Paradigma gestalten, so wie wir es uns vorstellen. Denn es gibt ja noch kein „Das neue Standardwerk für Sozial-Innovatoren und -Entrepreneure“ (dass wir uns an manchen Tagen schon sehnlichst wünschen würden). Für alle, die sich auf diesem Gebiet tummeln, ist es Trial-and-Error, Philosophie zum Anfassen und der Glaube daran, dass es wirklich einfach besser geht. So auch für uns.

Unser Verständnis von Nachhaltigkeit

Durch das Sektoren- und Stakeholder-übergreifende-gemeinnützige Geschäftsmodell und das unermüdliche Engagement des Teams rund um Dr. Katrin Schuhen treten vielfältige Synergieeffekte an die Stelle von Silogrenzen:

Nicht nur Forschung und EntwicklungTechnologie-Innovation und Bildung werden zusammengedacht und angepackt, sondern ebenso ökonomische, ökologische und soziale Hebel für Wasser ohne Mikroplastik und Mikroschadstoffe.

Übergeordnet beschäftigen wir uns mit vielen Arten von Wasser, von Abwasser über Meerwasser bis hin zu Trinkwasser und Grundwasser, aber auch mit den unterschiedlichen Belastungsszenarien. Von Mikroplastik und Mikroschadstoffen im Allgemeinen bis hin zu verschiedenen Stoffklassen wie (wasser-)lösliche Polymere, per- und polyfluorierte Verbindungen (PFAS) und organische Phosphonate im Speziellen. 

Unsere Lösungen werden immer aus der Nachhaltigkeitsperspektive erarbeitet. Von der ersten Untersuchung bis zur fertigen Anlage. Im letzten Schritt erhalten Sie ein vollständig Daten-basiertes Sustainability Upgrade. Zukunftsicher. Nachvollziehbar. Anpassbar.

Unsere 5 Prinzipien für Wasser ohne Mikroplastik

Der Zugang zu sauberem und sicherem Wasser ist ein Menschenrecht. Rein kommerzielles, profit-orientiertes Handeln halten wir für die Sicherstellung der wichtigsten Ressource auf diesem Planeten weder für angemessen noch zielführend.

  • Unser unternehmerischer Mehrwert bezieht sich auf den gesamtgesellschaftlichen Kontext von sauberem Wasser - unter vorrangig ökologisch-sozialen Gesichtspunkten. Wir brauchen funktionierende und verfügbare Lösungen, die in zukunftstaugliche Transformationen allgemeiner Produktions- und Konsumlogiken eingebettet werden und konkrete Beiträge für die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele
  • Wir machen GreenTech. Unsere Lösungenund Ansätze unterliegen dem Anspruch maximal effizient, einfach anzuwenden, kostengünstig, transparent und nachhaltig sein. Sie sollen ermöglichen, Mikroplastik und Mikroschadstoffe überall dort aus Wasser zu entfernen, wo es notwendig und sinnvoll ist.
  • Wir sind Sustainability Entrepreneurs. Wir arbeiten im Rahmen einer gemeinnützigen GmbHausgerichtet auf das Gemeinwohl und non-profit. Wir reinvestieren unsere Gewinne unmittelbar in mehr Impact.
  • Alles ist mit allem verbunden, beeinflusst und befruchtet sich wechselseitig. Wir denken und handeln jenseits von Silos und Einzelinteressen radikal wirkungsorientiert. Verantwortungsbewusste Forschungund Grüne Innovation richten wir systemisch aus und verknüpfen sie direkt mit transparenter Kommunikation, engagierter Aufklärung und nachhaltiger Bildung.

Zahlen, Daten, Fakten & Transparenz

Anstelle von Marketing setzen wir auf Kommunikation. Nicht b2b, b2g oder b2c, sondern h2h - human to human. In unseren wissenschaftlichen Publikationen gehen wir in die Forschungstiefe. Hier geht es darum, die wissenschaftlichen Fakten sachlich korrekt und für die Wissenschaftswelt zu beschreiben. Wissenschaftlich fundierte Fakten alltagstauglich aufbereitet finden sich in unserem Informations- und Bildungsmaterialien und unseren Videos und in Pressebeiträgen. Unseren Blog für Wasser ohne Mikroplastik und Mikroschadstoffe und die verknüpften Social Media Kanälen nutzen wir, um Einblicke in unsere Projekte sowie unser Denken und Handeln als GreenTec Unternehmen und Sustainability Entrepreneur. zu geben und die neusten Entwicklungen zu Wasser ohne Mikroplastik zu kommunizieren. 

Auf unserem Weg zu Wasser ohne Mikroplastik und Mikroschadstoffe setzen wir weiterhin auf Netzwerke und den Austausch mit verschiedenen Stakeholdern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Durch Dialog und Handlungswillen entstehen wir aktive Beiträge zu verschiedensten Transformationsprozessen für eine nachhaltigeren Zukunft.

Weiterführende Informationen

Mehr Neuigkeiten in unserem Blog

2. Februar 2024

Mikroplastik in industriellen Abwässern

Steigende gesetzliche Regulationen für Polymere, Kunststoffe und Mikroplastik, hohe Kosten für Wasser, Abfälle, Energie, Chemikalien und die Instandhaltung von Anlagen sowie komplexe Verschmutzungsszenarien - Unternehmen, die in ihren Prozessen viel Wasser, Polymere und weitere Chemikalien einsetzen, stehen vor der Herausforderung ihr Umwelt-, Abfall- und Ressourcenmanagements neu auszurichten. Mit dem Verfahren Wasser 3.0 PE-X® steht erstmals eine adaptive Komplettlösung für ein nachhaltiges und kosteneffizientes Sustainability Upgrade für die industrielle Wasserbehandlung zur Verfügung. Der Schwerpunkt des Verfahrens, das auf Green Chemistry, low-tech Anlagen und kreislaufwirtschaftliche Prozesse setzt, liegt in der Entfernung von Mikroplastik. Bei geringen Anschaffungs- und Betriebskosten verbessern sich dabei nicht nur die Wasserqualität, sondern auch Ressourcennutzung, Abfallaufkommen und Energieverbrauch.
19. Januar 2024

Chemikalien für die Ewigkeit  – PFAS (2/2)

Per- und Polyfluoralkyl-Stoffe (PFAS) - synthetische "ewige Chemikalien" - sind zu einem erheblichen und allgegenwärtigen globalen Problem geworden. Sie haben es geschafft, in verschiedene Ökosysteme einzudringen, Wasserquellen zu kontaminieren und sich im menschlichen Körper anzureichern. Sie sind unglaublich langlebig und haben erhebliche negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Es ist wichtig, jetzt zu handeln, um die Komplexität des PFAS-Problems zu entschlüsseln und wirksame Lösungen einzuführen, um eine weitere Anreicherung in der Umwelt zu verhindern und eine gesündere Zukunft für kommende Generationen zu sichern. Teil zwei unserer PFAS-Blogserie wird sich mit den Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit PFAS und den kürzlich von der EU vorgeschlagenen Beschränkungen befassen.
8. Januar 2024

Mikroplastik in Kläranlagen

Mikroplastik und hoch viskose Oligomere (auch lösliche Polymere) können bisher nicht innerhalb der Reinigungsstufen einer Kläranlage entfernt werden. Schon alleine deswegen gelten Kläranlagen als Emittenten von Mikroplastik in die Umwelt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog.