
Mikroplastik Mapping in Deutschland und Europa
22. Juli 2026372 Kilometer Verantwortung: dm-drogerie markt wird Kilometerpartner von DONAU 2850
Von Passau bis Bratislava übernimmt dm-drogerie markt die Patenschaft für einen der bekanntesten Abschnitte des Stroms – durch die Wachau, Wien und den Nationalpark Donau-Auen. Ein Unternehmen, das Mikroplastik seit Jahren versucht aus seinen Produkten herauszuhalten, sorgt jetzt dafür, dass es im Fluss sichtbar wird.
Es gibt Flussabschnitte, die kennt jeder. Die Wachau mit ihren Terrassenweinbergen. Wien, wo die Donau mitten durch eine Millionenstadt fließt. Der Nationalpark Donau-Auen, eine der letzten großen Flussauenlandschaften Mitteleuropas. Und genau diese 372 Kilometer zwischen Passau und Bratislava sind bislang – wie der Rest des Stroms – ein weißer Fleck auf der Karte, wenn es um Mikroplastik geht.
Das ändert sich. Wir freuen uns sehr, dm-drogerie markt als Kilometerpartner des Projekts DONAU 2850 begrüßen zu dürfen.
Die Mission: 2.850 Kilometer für Europas Wasser
Seit Anfang Juli ist der Extremschwimmer Dr. Joseph Heß unterwegs: 2.850 Kilometer durch zehn Länder, rund 60 Tage, jeden Tag acht bis zehn Stunden, manchmal auch mehr, im Wasser. Was nach sportlichem Ausnahmeprojekt klingt, ist auch eine wissenschaftliche Expedition. Über 250 Wasserproben werden direkt aus der Donau und an Land entnommen, in unserem Labor auf Mikroplastik analysiert und auf der Global Map of Microplastics veröffentlicht.
Der Abschnitt: Passau – Bratislava
Die 372 Kilometer, die dm übernimmt, sind kein beliebiges Teilstück. Hier verlässt die Donau Deutschland, durchquert Österreich auf seiner gesamten Länge und erreicht bei Bratislava die Slowakei. Auf dieser Strecke trifft der Fluss auf UNESCO-Welterbe-Landschaft, auf eine europäische Hauptstadt mit ihren Einleitungen und Eintragspfaden und auf ein Schutzgebiet, das gerade wegen seiner Naturnähe ein wertvoller Referenzraum ist.
Die Wachau, Wien, die Donau-Auen – jeder kennt diese Landschaften, und niemand weiß, wie viel Mikroplastik dort schwimmt. Genau das ist das Problem, das wir lösen. Mit dm haben wir einen Partner, der nicht auf Regulierung wartet, sondern Daten möglich macht.
Für die Mikroplastik-Kartierung ist diese Vielfalt Gold wert: Wo sich Weinbaulandschaft, urbaner Ballungsraum und Auenwildnis auf wenigen hundert Kilometern abwechseln, lassen sich Eintragsquellen besonders gut voneinander unterscheiden. Jeder Kilometer dieses Abschnitts wird wissenschaftlich ausgewertet und dauerhaft mit dem Namen dm auf der Global Map of Microplastics verknüpft.
dm: Mikroplastik vermeiden – und sichtbar machen
Dass ausgerechnet ein Drogeriemarkt diesen Abschnitt trägt, ist alles andere als ein Zufall. Denn Kosmetik- und Reinigungsprodukte gehören zu den Produktgruppen, über die Mikroplastik und flüssige synthetische Polymere in den Wasserkreislauf gelangen können.
dm arbeitet an dieser Stelle seit über einem Jahrzehnt: Bereits 2014 entfernte das Unternehmen Kunststoff-Mikropartikel aus allen aus- und abwaschbaren dm-Markenprodukten der Körper- und Zahnpflege. Seitdem werden Rezepturen mit synthetischen Polymeren fortlaufend überarbeitet – über die gesetzlichen EU-Bestimmungen hinaus.
Mikroplastik ist für dm ein wichtiges Handlungsfeld mit einem klaren Ziel: den durch das Unternehmen verursachten oder beeinflussbaren Mikroplastikaustrag zu minimieren. Dabei geht dm über die reinen Inhaltsstoffe von Rezepturen hinaus. Das zeigt sich in Details, die im Regal oft unbemerkt bleiben: Sonnenspray-Verschlüsse, die früher als Litteringrisiko galten, wurden neu entwickelt, sodass keine Komponenten mehr abgetrennt werden können – mit weniger Umwelteintrag und weniger Materialverbrauch. Bei Textilien werden Schnittkanten mit Laser bearbeitet, weil Studien zeigen, dass der Faserabrieb bei der ersten Wäsche am höchsten ist. Und in den Wertschöpfungsketten adressiert dm gemeinsam mit Partnern das Thema Reifenabrieb in der Logistik, einer bedeutenden Quelle von Mikroplastikeinträgen in die Umwelt.
Vermeiden ist die eine Seite. Wissen, wo der Stoff am Ende landet, die andere. Genau hier greifen unsere Ansätze ineinander: Während dm an der Quelle ansetzt, liefern wir mit der Mikroplastik-Analytik und der Mikroplastik-Entfernungdie Verfahren, um die unsichtbare Belastung erst sichtbar und dann behandelbar zu machen.
Was Kilometerpartnerschaft bedeutet
Kilometerpartnerschaft ist kein Sponsoring im klassischen Sinne. Wer einen Abschnitt übernimmt, finanziert Probenahme und Analytik auf genau dieser Strecke – und macht damit Daten möglich, die es vorher nicht gab. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich, dauerhaft dokumentiert und nachvollziehbar mit dem jeweiligen Partner verknüpft.
Aus einem Stück Fluss wird so ein Stück Verantwortung. Nachprüfbar, nicht behauptbar.
Süßwasser ist für alle die Lebensgrundlage und damit für unsere Gesundheit und für die Lebenskraft der Ökosysteme, von denen wir alle abhängen. Heimische Gewässer brauchen unseren besonderen Schutz, deshalb möchten wir lernen. Gern stärken wir deshalb zusammen mit dem Team von Wasser 3.0 das Bewusstsein für Wasserqualität und schaffen Fakten, die uns helfen, Lösungen für saubereres Wasser und die Gesundwerdung dieses Lebensraumes zu entwickeln. Denn was in der Donau schwimmt, bleibt nicht in der Donau sondern geht auch ins Meer! Die Aktion macht sichtbar, wie eng sauberes Wasser, lebendige Natur und unsere gemeinsame Zukunft verbunden sind. Wir möchten Fakten schaffen und Erfahrungen zu sammeln, wo die größten Treiber von Mikroplastik herkommen.
Ein Zeichen über Grenzen hinweg
Dass ein Unternehmen mit rund 4.100 Märkten in 14 Ländern einen Abschnitt trägt, der drei Staaten berührt, passt zum europäischen Gedanken des Projekts: Wasser kennt keine Landesgrenzen, und Wasserschutz darf es auch nicht. Von Passau über Wien bis Bratislava ist die Donau ein gemeinsamer Fluss – und ein gemeinsames Problem, solange niemand weiß, was genau darin schwimmt.
Mikroplastik zu vermeiden und Mikroplastik zu messen sind zwei Seiten derselben Aufgabe. dm arbeitet seit Jahren an der Quelle – wir arbeiten am Fluss. Dass ein Handelsunternehmen einen Abschnitt übernimmt, auf dem täglich Millionen Menschen ihr Trinkwasser beziehen, zeigt: Verantwortung endet nicht am Regal.
Wir laden weitere Unternehmen ein, Kilometerpartner der Donau-Expedition zu werden. Rund 900 Kilometer sind noch offen. Denn: Jeder Kilometer zählt. Für die Wissenschaft. Für die Politik. Für das Wasser.





